Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

Wie steht es um den Stand der Forschung bei Hypnose und wie sind die wissenschaftlichen Belege? Wie genau wirkt die Hypnose auf das Gehirn und wie kann ich mir die Wirkungsweise vorstellen?

Wie steht es um den Stand der Forschung bei Hypnose und wie sind die wissenschaftlichen Belege? Wie genau wirkt die Hypnose auf das Gehirn und wie kann ich mir die Wirkungsweise vorstellen?

hypnose wissenschaftlich anerkannt


Ist Hypnose wissenschaftlich anerkannt?

Erst einmal die schnelle Antwort: Ja – und das schon lange, wenn man bedenkt, wie jung Psychotherapie und Coaching sind. In dem, was wir heute darunter verstehen, sind Psychologie und alles, was darauf aufbaut, an sich sogar insgesamt noch in den Kinderschuhen.

In den USA wurde die Hypnose schon im Jahre 1955 von der American Medical Association anerkannt, in Großbritannien kurz danach im Jahre 1958. Deutschland hat im Februar 2006 nachgelegt. Der „Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie“ hat die Hypnose bzw. die Hypnotherapie als wissenschaftliches Verfahren und als sogenanntes „großes“ Therapieverfahren anerkannt.

Dennoch sieht es die Krankenkasse in der Regel immer noch als Entspannungsverfahren und sehr wenige klassisch tätige Therapeuten arbeiten mit Hypnose. Nach unserer Meinung sicherlich bedauerlich, aber man muss eben einige Dinge im Leben hinnehmen und privat regeln.

Wurde die Hypnose wissenschaftlich belegt und wie wirkt Hypnose im Gehirn?

Wissenschaftliche Studien liefern immer mehr Beweise dafür, was im Gehirn unter Hypnose geschieht. Mit Hilfe von PET (Positronen-Emmissions-Tomographie) und dem funktionalen MRT (Magnetresonanztomographie) konnten wesentliche Veränderungen im Gehirn unter Hypnose festgestellt werden. Dies belegen unter anderem Studien der Universitäten Freiburg und Jena.

Das Gehirn kann Reize und deren Verarbeitung auf interessante Art verändern. Man hat beispielsweise auch zeigen können, wie Menschen das „Netzwerk des Schmerzes“ sogar Großteils in Trance ausschalten konnten. Hierzu gibt es einen interessanten Artikel vom Bayrischen Rundfunk.

Was sagt die Hypnose Forschung?

Auch die Hypnose Forschung hat viel über die Wirkungsweise der Hypnose erklärt und es gibt sehr viele Forschungsarbeiten sowie Publikationen zur Wirksamkeit der Hypnose.

Alleine schon auf einer Seite des Milton Erickson Instituts an der Uni Heidelberg findet man eine tabellarische Übersicht mit über 200 Studien zur Hypnose bzw. Hypnotherapie.

Dabei geht es vor allem um Nachweise zu Themen wie Adipositas (Übergewicht), Bulimie (Ess-Brechsucht), Geburtsvorbereitung, Herpes, Migräne, Neurodermitis, Rauchen, Schlafstörungen und vielen anderen Bereichen mehr.

Wie sind unsere Erfahrungen?

Man kann es wirklich als verrückt bezeichnen, was wir in unseren vielen Jahren erlebt haben. Hierbei konnten wir beobachten, wie Menschen unter Trance gelähmte Körperteile bewegen konnten und wie sich Gefühle in kurzer Zeit erholen konnten. Ebenso sind Kettenraucher wie über Nacht von ihrer Sucht weg und Menschen mit geringem Selbstwertgefühl glauben viel leichter an sich.

Dennoch muss man sagen, dass diese wirklich wunderbaren Beobachtungen nicht immer das Ergebnis eines einzigen Termins sind, programmierbar wären oder immer gelingen würden. Die Anzahl der positiven Ergebnisse darf uns aber allen Mut machen, den Weg der Hypnose zu gehen, damit zu arbeiten, sie anzuwenden und sie zu erleben. Egal, ob es um die Hypnose Ausbildung geht oder darum mit einem Experten in der Hypnose-Praxis zu arbeiten – es lohnt sich sehr oft und geht wirklich oftmals viel schneller als ohne Trance.

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